Die Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen eine überaus positive Zwischenbilanz: Mit landesweit 972 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen stieg die Zahl der künftigen Handwerks-Azubis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als elf Prozent. Dazu erklärt der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Waldmüller:
„Dass sich in diesem Jahr fast 1.000 junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben – darunter immer häufiger auch Abiturienten – ist ein starkes Signal. Die duale Ausbildung hat goldenen Boden und bietet beste Perspektiven. Mein Dank gilt den mehr als 2.400 Handwerksbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern, die mit großem Engagement ausbilden und damit das Rückgrat unserer Wirtschaft stärken.
Jetzt muss die Landesregierung den Rückenwind nutzen. Die Betriebe brauchen weniger Bürokratie und mehr Freiraum für ihre eigentliche Arbeit: das Ausbilden junger Menschen. Gleichzeitig brauchen wir eine landesweite Initiative für moderne Berufsschulen mit zeitgemäßen Werkstätten und einer leistungsfähigen digitalen Ausstattung. In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern muss zudem ebenso die Mobilität für Auszubildende garantiert sein.
Wer dauerhaft mehr Fachkräfte gewinnen will, muss junge Menschen frühzeitig für das Handwerk begeistern. Praktika sind dafür der beste Einstieg. Die von uns bereits 2023 geforderte Praktikumsprämie war deshalb richtig – schade nur, dass die Landesregierung sie erst mit großer Verzögerung umgesetzt hat. Jetzt gilt es, die Berufsorientierung an allen Schularten weiter auszubauen und auch mehr junge Frauen für handwerkliche Berufe zu gewinnen.
Der positive Trend ist da – jetzt muss die Landesregierung endlich Tempo machen.“