Olympia in Deutschland wäre großartiger Impuls für Mecklenburg-Vorpommern

Auf ihrer Frühjahrskonferenz haben sich jetzt die sportpolitischen Sprecherinnen und Sprecher von CDU/CSU in Bund und Ländern in Warnemünde zu verschiedenen sportpolitischen Themen ausgetauscht. Im Vordergrund stand dabei die bevorstehende deutsche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Dazu erklärt der Sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag MV, Wolfgang Waldmüller:
 
„Wir unterstützen die bevorstehende deutsche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ausdrücklich. Mecklenburg-Vorpommern ist mit Rostock-Warnemünde an der Seite von Berlin für die Segelwettbewerbe im Gespräch. Die Voraussetzungen sind hervorragend, um Wettbewerbe auf höchstem Niveau auszurichten. Ein positives Votum des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) im September wäre ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu Olympischen Spielen auch in Mecklenburg-Vorpommern.
 
Olympia 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland – das wäre ein großartiger Impuls für unser Bundesland, in vielerlei Hinsicht. Eine erfolgreiche deutsche Bewerbung hätte große Strahlkraft – gesellschaftlich, wirtschaftlich und infrastrukturell. Davon könnten nicht nur die Austragungsorte, sondern auch der Spitzen-, Nachwuchs- und Breitensport in ganz Deutschland profitieren.
 
Voraussetzung dafür ist allerdings eine stärkere und effektivere Förderung des Sports in Mecklenburg-Vorpommern auf allen Ebenen. Für den Ausbau und die Modernisierung der Sportstätten braucht es eine Erhöhung des finanziellen Engagements des Landes. Mit der „Sportmilliarde“ und dem „Zukunftspakt Ehrenamt“ gibt es auf Bundesebene bereits erste positive Initiativen. Diese sind fortzusetzen und zu verstetigen. Der Investitionsstau bei vielen Sportstätten zeigt, wie groß der Handlungsbedarf weiterhin ist. Wir dürfen die Kommunen und die zahlreichen kleinen Vereine damit nicht allein lassen.
 
Vom Sportfördergesetz auf Bundesebene erhoffen wir uns eine positive Wirkung für den Spitzensport. Gleichzeitig erwarten wir, dass die Autonomie des Sportes gewahrt wird, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung von Nachwuchsleistungssportlern und den Übergang von Landes- in die Bundeskader. Die Grundlage für die Medaillengewinner von morgen werden bekanntlich durch die Landessportbünde und Vereine vor Ort gelegt.
 
Auf diesem Weg bietet auch der Ganztagsanspruch in Grundschulen ab 2026/27 große Chancen für den Sport in Mecklenburg-Vorpommern. Studien belegen, dass die Zahl der Kinder, die über Schmerzen oder Beschwerden im Bewegungsapparat klagen, stetig ansteigt.